Musisch-ästhetisches Handeln

 

Kreativität steht an der KGS Atsch für die Entwicklung und Konkretisierung eigener Ideen und die Suche nach Lösungsstrategien, die von der Norm abweichen können. Sie umfasst kognitive, affektive und pragmatische Bereiche.

Kreativität und ästhetisches Handeln sollen ein Gegengewicht zu der heutigen Kindheit schaffen, die eher rezeptiv ausgerichtet ist und in der die Kinder Er­fahrungen aus "zweiter Hand" vermittelt bekommen.

Das Lernen mit allen Sinnen und das praktische Tun in allen Lernbereichen - z. B. Malen, Drucken, Bauen, Zeich­nen, Werken, Experimentieren, Messen, Spielen - sollen eine her­ausragende Bedeutung einnehmen. Es ist für Kinder eine adäquate Form, Wirk­lichkeit zu erfahren und zu verarbeiten. Außerdem wird der Unterricht so gestaltet, dass die Kinder wann immer es möglich ist, eigene Ideen und Interessen  entwickeln und einbringen. Dafür bieten sich offene Unter­richtsformen besonders an.

 

Beispiele aus unterschiedlichen Lernbereichen stellen ihre Umsetzung an der Schule dar:

 

  • Freies Schreiben findet u. a. in Form von Geschichten, Gedich­ten, Phantasiereisen, Bildbetrachtungen statt. Das Freie Schreiben wird ab dem 1. Schuljahr praktiziert.
  • Das Finden eigener Aufgaben und das Entdecken verschiedener Lösungswege kann im Mathematikunterricht erfahren werden. Insbesondere durch die im Stundenplan verankerte wöchentliche Geometriestunde im 3. und 4. Schuljahr werden vielfältige Formen des Kreativ-Seins gefördert.

 

  • Im Sachunterricht erhalten die Kinder Gelegenheit, aktiv zu erkun­den, zu erforschen, zu experimentieren, zu sammeln und auf diese Weise eigene kreative Lösungen für Sachverhalte zu entdecken. Unterrichtsgänge bieten den Kindern Gelegenheit, Natur bewusst aus "erster Hand" zu erleben. Dazu gehören das Aufsuchen außerschulischer Lernorte und die Begegnung mit Experten.

 

  • Einen besonderen Beitrag zur Förderung der Kreativität leistet der Kunstunterricht, denn seine Aufgabe ist es, Freude und Interesse an ästhetischen Ausdrucksformen zu wecken und zu fördern. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und ihr Vorstellungsvermögen werden angeregt und entfaltet, neue und auch ungewöhnliche Arbeits-, Sicht- und Denkweisen werden eröffnet und Kreativität und Phantasie werden entwickelt.

 

  • Darüber hinaus erfordern Vorbereitung und Durchführung von gemeinsamen Feiern und Aufführungen Kreativität und ästhetisches Handeln. Dies gilt auch für die regelmäßig stattfindenden Projekttage. Die Begegnung mit Kunstwerken und der Besuch von Theateraufführungen können Vorbild für eigenes kreatives Tun sein und Interesse an künstlerischen Arbeiten für das zukünftige Leben wecken.